Bericht aus der Guttempler Zeitung Contact Actuell

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10/12/11t

10 Dezember, 2011

Seite erstellt von Dieter Groos

Bilder von Monika Braunhart: www.fotos-von-moni.de

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Boris Mix

Ansprache von Dipl. Psychologe Boris Mix.

 

   25 Jahre Jubiläum

Vor 25 Jahren hat er aufgehört und nichts mehr getrunken. „Wie traurig, nicht zu trinken, nicht zu lachen, nicht zu feiern“, sagen die einen – „Ein Grund zum Feiern“, sagen wir ! Wie unser Jubilar genau dazu gekommen ist, hat er eher beiläufig erwähnt ! Als ich den Jubilar Dieter einmal in einem Supermarkt kennenlernte, standen vor uns alkoholische Getränke, Dieter fragte: „Schmeckt denn das ?“ Ich antwortete: „Eigentlich nicht besonders“. Dann zeigte mir Dieter einen gerade herausgekommenen neuen Speicherstick mit den Worten: „Das macht mehr Spaß“, später richtetest Du für meine Praxis meinen Rechner ein, der läuft bis heute. Der Jubilar war schon vor der Zeit, weit vor 25 Jahren, durch eigene Beobachtungen und Erfahrungen zu dem Schluß gekommen, daß Alkohol eher stört als nutzt und sich oft  mit vielem nicht vertrage. Er sah die Auswirkungen des Alkohols täglich als gestandener Handwerksmeister beispielsweise im Beruf, in der Politik, im Rechtsleben, im Straßenverkehr, in Familien, bei Gerichten, bei den Handwerksgesellen, Kunden usw. Vor fast genau 25 Jahren gerieten alkoholische Getränke bei Dieter in Verruf, in Gleichgültigkeit und Vergessenheit, seitdem lebt Dieter alkoholfrei. Für viele beginnen damit Sorgen und Schwierigkeiten, denn mit Alkohol ist bekanntlich vieles einfacher als ohne. Seitdem war Dieter immer wieder und vielfach bemüht, unschuldige und ahnungslose Menschen vom Alkohol abzubringen. Bis heute kennt Dieter eine stattliche Anzahl Mitleidender, mit denen er seine alkoholfreie „Trostlosigkeit“ seit über zweieinhalb Jahrzehnten teilt. Dieter macht sich gern lustig über die Schwierigkeiten des alkoholfreien Lebens und sagt: „ Kümmere Dich nicht drum, „Weitermachen“. Dieter vertritt den Sinn der Tätigkeit für ein zufriedenes Leben, verführt andere zur Arbeit und brachte viele Menschen dazu, zu lassen, was sie nicht vertragen. Dieter war und ist ein zuweilen „erträglich unerträglicher“ Aktivist und  überrascht mit immer weiteren Neuigkeiten aus Technik, Wissenschaft und Elektronik. Dieter half und hilft in Organisationen, Vereinen, er bewegt soziale Netzwerke und hilft zur Selbsthilfe. In den nächsten 25 Jahren wird der ideenreiche Jubilar für weitere Überraschungen sorgen.

 

 

Was jeder aus sich macht, steht auf dem nächsten Blatt.

 

Unser Jubilar hat die gewonnene Zeit, Vitalität und Frische immer da, wo er konnte, genutzt  und als Weggefährte die traditionellen Grundprinzipien nach vorn getragen, die  Ordensgrade angenommen und die damit verbundenen Verpflichtungen. Vor allem auch außerhalb des Ordens vermittelte Dieter das einfache und unkomplizierte Leben. Für viele gute Taten ist dem Jubilar manch sichtbarer und  stillschweigend gebliebener Dank gewiß. Unser Jubilar ist deshalb ein Vorbild, Ritter mit nicht nur einem sondern gern mit viel mehr PS unterwegs – mit einigen, die wollen und  können und die nach einem freien geistigen Leben streben. Dieter steht fest in der Gemeinschaft.

Der lateinische Ausspruch „nomen est omen “ weist über heute und hier hinaus. Dieters Herz ist so, wie sein Name es sagt. Als Guttempler fragt Dieter nicht, er sieht, hilft und steht bei. Er

kämpft nicht mit dem Schwert sondern mit der Kraft des Guten. Er zeigt durch sich selbst, durch sein Denken, Erleben und Verhalten Weg und Ziel dem Suchenden. 

 

Als unser Jubilar vor über 17 Jahren seine spätere und heutige Ehefrau  kennenlernte, nahm sie sich damals bei einem geselligen Zusammensein ihren Gegenüber „Dieter“ in Augen-schein, da sagte Dieter: „Ich trinke nicht ...“. Gisela war dem wohlgeneigt, dann hörte sie: „Ich rauche nicht“ und Gisela dachte freudig an die gute Luft zuhause ... dann erfuhr sie von ihrem späteren Ehemann:  „Ich tanze nicht...“; „Was hat er?“, fragte sie sich. Vor siebzehn Jahren heirateten beide – eine Liebe und Lebensgemeinschaft mit mehr Höhen als Tiefen. Gisela sorgt bis heute für Bewegung und Aufmerksamkeit und hilft Dir, lieber Jubilar, bis heute dabei, wach auf dem Weg zu bleiben.  Das weißt Du und Du dankst es ihr bei vielen Gelegenheiten. Andererseits, lieber Jubilar, führst Du eine spitze Zunge zugleich. Bei einer Gelegenheit wurdest Du kürzlich gefragt, wie es Dir ginge, Deine Antwort war : „Gut, meine Frau verreist“. Du sprichst oft zweierlei in einem und das Gegenteil stimmt. Es ist Deine Antwort, wenn es darum geht, über etwas hinwegschauen zu müssen, dass muß man wissen. Der technisch und elektronisch talentierte Jubilar liebt das Leben. Er ist bekannt für „sarkoiro-nische“ Witzeleien und Spielereien mit den Tücken der Logik und trotzt damit jeglicher Rechthaberei, mit der er im Beruf und seinen Hobbys zähneknirschend und schmerzlich gescheitert wäre. Dieter verdrängt keine Misserfolge sondern geißelt Ungeschick am liebsten mit blanker Ironie. Der Jubilar lebt  in Verantwortung für andere und sich. Manche merkten es, manche nicht - Dieter hilft weiter.    

 

 Du warst tüchtig und fleißig. Du hast eine Familie, die geliebten Kinder und Enkelkinder und unter Mithilfe aller, den gelungenen äußeren Rahmen  

 

Schaffensfreudig, helfend und tuend.

 

Lieber Dieter, laß es mich so sagen, eines ist immer stärker als ein anderes.  In Deinem Herzen schwingt Freude am Leben. Bleibe, lieber Jubilar mit Deiner, selbst von einem bewegten Leben berührten, zuallerherzensguten Ehefrau in einem und bewegt Euch beide zum sichtbaren Vorbild einfach und munter  fort. 

 

Berlin-Neukölln, am 12.10.2006

 

 

 

Es gratulieren 

 

Anja und Boris

 

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